E-Mails für Kinder?

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

die Digitalisierung nimmt rasend fahrt auf und wird sich vermutlich auch in Ihrem Alltag und dem Ihres Kindes/Ihrer Kinder bemerkbar machen. Laptop, Tablet und Smartphone, Facebook, WhatsApp und Instagram und vieles mehr bildet einen Teil ihrer Lebenswelt ab.

Doch trotzdem (oder gerade deswegen) ist eine ordentliche Kommunikation über E-Mail nicht zu vernachlässigen. Spätestens in der 8. Klasse beginnt die komplexe Phase der Berufsorientierung für die Kinder und in der heutigen Arbeitswelt läuft nichts mehr ohne E-Mail-Kommunikation.

  • Dafür benötigen Ihre Kinder zwei Dinge: eine seriöse E-Mailadresse* und die Kompetenz, damit umzugehen.
  • Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte benötigen vor allem eines: Gewissheit über die Sicherheit.

Ich empfehle daher die Einrichtung einer eigenen E-Mailadresse zu Beginn von Klasse 7.

Diese sollten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam einrichten (der Anbieter ist dabei grundsätzlich egal) und klare Regeln über die Nutzung der E-Mailadresse absprechen.

Für ca. das erste Jahr empfehle ich daher folgende Maßnahmen zur sicheren E-Mailkommunikation Ihres Kindes:

  • Legen Sie das Passwort gemeinsam fest und kontrollieren Sie in Abständen, ob dieses nicht geändert wurde.
  • Aktivieren Sie die Weiterleitungsfunktion des E-Mailanbieters. Auf diesem Weg erhalten Sie jedes Mal, wenn ihr Kind eine E-Mail erhält, eine Kopie an ihre eigene E-Mailadresse und behalten so im Blick, zu wem Ihr Kind in welcher Form Kontakt aufnimmt. Auch hier sollten Sie gelegentlich, aber regelmäßig kontrollieren, ob die Funktion noch Bestand hat.
    Eine beispielhafte Anleitung zur Aktivierung der Weiterleitungsfunktion bei zwei großen Anbietern finden Sie in der PDF-Version dieses Texts am Ende der Seite zum Download.

Diese Form der Kontrolle ist wichtig, da das Internet nicht nur Vorteile, sondern auch gewisse Gefahren birgt (Werbung/Spam nur als Beispiel genannt). Um so wichtiger ist es, früh den richtigen Umgang damit zu lernen und schrittweise an die Onlinekommunikation herangeführt zu werden.

Wichtig ist jedoch, dass diese Regeln nach und nach gelockert werden, damit Ihr Kind Vertrauen in sich und die digitale Kommunikation findet. Ab welchem Alter das geschehen soll, dafür gibt es keine eine Wahrheit. Spätestens mit 16 Jahren sollte Ihr Kind jedoch die alleinige Kontrolle über seine E-Mailkommunikation haben.

*Wann ist eine E-Mailadresse seriös, aber sicher? Durchgesetzt hat sich ein Format aus Nachnamen und (anteiligem) Vornamen. Hier ein paar Beispiele mit dem Namen Thomas Meyer:

t.meyer@e-mailadresse.de
meyer.t@e-mailadresse.de
t_meyer@e-mailadresse.de
meyer_t@e-mailadresse.de
t-meyer@e-mailadresse.de
meyer-t@e-mailadresse.de
tmeyer@e-mailadresse.de
meyert@e-mailadresse.de

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen zu diesem Thema beratend zur Seite!

Diese Seite mit Anleitungen zum Download!

Zusatz zur Orientierung: Welche Anbieter gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die eine kostenlose E-Mailadresse bereitstellen. Falls Sie gar keine Idee haben, finden Sie anbei eine Auflistung mit Beispielen.
Hinweis: Ich erhalte kein Geld von irgendwelchen Anbietern, um diese zu empfehlen. Die Liste ist nicht vollständig und dient lediglich als Beispiel!